Thrombosespritze vergessen? Das muss man beachten!

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Thrombosespritze vergessen was tun

Muss das Bein nach einer Operation oder anderen medizinischen Behandlung für einen längeren Zeitraum hochgelagert werden, kann es sein, dass das Blut durch den gestörten Blutfluss verklumpt und sich in den Venen absetzt. Um dies verhindern zu können, kann man der regelmäßigen Anwendung einer Thrombosespritze den Blutfluss verbessern und so das Eindicken des Blutes verhindern.

Eine Thrombose löst sich häufig von selbst, doch in einigen Fällen kann das Blutgerinnsel auch zu weiteren gesundheitlichen Schwierigkeiten führen. So kann durch die Verstopfung in den Venen der Blutfluss nachhaltig gestört werden. Die Folgen können unter anderem eine Verdickung der betroffenen Stelle sein, aber auch Spannungsschmerzen in den Venen. Ebenso können Schmerzen auftreten, die an einen Muskelkater erinnern. Auch Fieber und allgemeines Unwohlsein gehören zu den typischen Symptomen einer Thrombose.

Bedrohliche Embolie durch Thrombose

Gefährlich wird es, wenn das Blutgerinnsel sich aus der Vene löst und durch den Körper wandert. Das verdickte Blut kann sich dann an anderen Venen festsetzen und den Blutfluss dort behindern. Häufig kommt es vor, dass Blutgerinnsel aus den Beinvenen mit dem Blut fortgeschwemmt werden und ihren Weg in die Lungen finden. Die Folge ist dann eine lebensbedrohliche Lungenembolie.

Vorsorgliche Thrombosespritzen beugen vor

Wer nach einer OP oder aus anderen medizinischen Ursachen die Beine im Gips oder mit einer Schiene über eine längere Zeit hochlegen muss, kann mit regelmäßigen Thrombosespritzen verhindern, dass das Blut eindickt und den Blutfluss weiter anregen. Täglich muss die Spritze gegeben werden, damit das Blut nicht in den Venen verklumpt. Doch es kann vorkommen, dass die Thrombosespritze vergessen wird. Was ist in solchen Fällen zu tun?

Wie handeln, wenn man die Thrombosespritze vergessen hat?

Hat man vergessen, dass man sich eine Spritze zur Verbeugung einer Thrombose geben muss, so stellt die einmalig vergessene Spritze keine große Gefahr dar. Hat man die Gabe vergessen, kann dies meist unproblematisch nachgeholt werden. Dennoch muss man als Patient unbedingt beachten, dass zwischen zwei Spritzen zur Vorbeugung einer Thrombose mindestens zwölf Stunden vergangen sein müssen. Nach Möglichkeit sollten zwischen zwei Spritzen nicht mehr als 24 Stunden vergangen sein.
Hat man die Injektion also vergessen, kann man die Spritze problemlos nachholen, wenn man zwölf Stunden zuvor nicht gespritzt hat. Unter keinen Umständen darf man in einem zwölf Stunden Zeitraum zwei Thrombosespritzen nutzen.

Hat man die Anwendung des Medikaments über einen längeren Zeitraum vergessen, so ist der Schutz vor einer Thrombose nicht mehr gegeben. Sind Patienten unsicher, so ist der behandelnde Arzt immer der erste Ansprechpartner, der helfen kann, wenn man die Thrombosespritze vergessen hat.


So wird die Gabe der Thrombosespritze zur Routine

Muss man sich für einen bestimmten Zeitraum selbst spritzen oder einen Angehörigen mit der vorbeugenden Spritze versorgen, ist es wichtig, das Medikament möglichst nicht zu vergessen. Mit einigen Tricks kann die Gabe zur Routine werden, die schnell in den Alltag übergeht.

Jeden Tag zur gleichen Zeit spritzen

Ideal ist es, wenn man die benötigten Spritzen zur Vorbeugung einer Thrombose täglich zur gleichen Zeit anwende. So wird die Anwendung zur Routine, die sich einfach in den Alltag integrieren lässt. Wer zum Beispiel jeden Abend um 20 Uhr an die Spritze denkt, wird sich schon nach wenigen Malen an die Anwendung erinnern. Auch für den Körper ist es wichtig, dass er immer wieder zur gleichen Zeit der wichtigen Medizin erhält. So kann sich der Organismus besser an die medizinische Gabe gewöhnen und das Medikament gut aufnehmen.

Übrigens spielt es keine gewichtige Rolle, wann man sich das Medikament subkutan spritzt. Für den einen ist es einfacher, sich das Medikament am Vormittag zu spritzen, anderen fällt es leichter, am Abend an die Spritze zu denken. Man kann sich die Gabe der Spritze also nach individuellen Vorstellungen so in den Alltag integrieren, dass es zeitlich für den Patienten ideal ist.

Erinnerung einstellen

Wer es nicht schafft, sich an die regelmäßige Gabe der Spritze zu erinnern, der kann sich eine Erinnerung auf dem Handy oder im klassischen Kalender eintragen, um sich selbst immer an die Spritze erinnern zu können. Durch die Eselsbrücke wird das Medikament nicht vergessen und die Behandlung nicht in Gefahr gebracht.

Familie integrieren

Manchen Patienten kann es schwerfallen, sich plötzlich selbst ein Medikament spritzen zu müssen. Wer das nicht möchte oder aus unterschiedlichen Gründen nicht kann, sollte einen Angehörigen oder Freund fragen, der dies übernehmen kann. Wer diese Aufgabe einer anderen Person überlässt, hat so noch eine zusätzliche Möglichkeit, die regelmäßige Anwendung auch tatsächlich durchführen zu können, denn die zweite Person denkt natürlich im Idealfall auch an die regelmäßige Injektion.

Die Medikation ist zeitlich begrenzt

Nach einer OP oder einem Bruch ist es wichtig, eine Thrombose zu verhindern. Wer sein Bein nicht bewegen kann und sich selbst ein Medikament gegen aufkommende Blutgerinnsel geben muss, sollte wissen, dass die Medikation nicht zum Dauerzustand wird. Nach einer OP sollte der Patient etwa 30 Tage nach dem Eingriff auf die Gabe der Thrombosespritze achten.