Bank schließt Konten nach Kapitol-Sturm – jetzt eskaliert der Streit
Im Jahr 2021 hat die US-Großbank JPMorgan Chase mehrere Konten von Donald Trump und verschiedenen Unternehmen aus seinem Umfeld beendet. Dieser Schritt kam kurz nach den heftigen Ereignissen rund um den Sturm auf das Kapitol in Washington.
Nun will Trump das nicht einfach hinnehmen: Er zieht vor Gericht und behauptet, die Konten seien nicht wegen normaler Bankregeln geschlossen worden – sondern aus politischen Gründen.
Trump verlangt mindestens 5 Milliarden Dollar Schadenersatz
„Gezielte Benachteiligung“: So begründen Trumps Anwälte die Klage
In der Klage fordert Trump laut seinen juristischen Vertretern eine Summe von mindestens fünf Milliarden US-Dollar. Seine Anwälte argumentieren, dass die Bank bewusst gegen ihn gehandelt habe und ihm dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden entstanden seien.
Berichten zufolge – unter anderem durch den US-Sender CNBC – geht es dabei um den Vorwurf, dass JPMorgan angeblich reagiert habe, weil Trump zu dieser Zeit politisch stark unter Druck stand und öffentlich stark diskutiert wurde.
JPMorgan weist alle Vorwürfe zurück
Bank erklärt: Kontoschließungen seien reine Sicherheits- und Risiko-Entscheidung
JPMorgan sieht das komplett anders. Das Institut stellt klar: Konten würden nur dann geschlossen, wenn sie aus Sicht der Bank ein rechtliches oder regulatorisches Risiko darstellen.
Dabei betonte die Bank außerdem, dass Entscheidungen dieser Art nicht aufgrund politischer Meinungen oder religiöser Hintergründe getroffen würden. Es gehe ausschließlich um interne Regeln, Sicherheit und mögliche Folgen für die Bank.
Warnung im Februar 2021: Konten sollten zwei Monate später beendet werden
Trump spricht von finanziellen Schäden und verlorenen Geschäftschancen
Laut den Unterlagen soll JPMorgan Trump und mehrere Firmen am 19. Februar 2021 informiert haben, dass die Konten in etwa zwei Monaten geschlossen werden.
Trump behauptet, dadurch seien ihm und seinen Unternehmen echte Nachteile entstanden. Unter anderem soll er wichtige Kontakte und Geschäftsbeziehungen verloren haben, die für zukünftige Deals wichtig gewesen wären.
„Blacklist“-Vorwurf sorgt für zusätzlichen Zündstoff
Trump fühlt sich wie ein unerwünschter Kunde behandelt
Ein besonders brisanter Punkt in der Klage: Trump und seine Firmen sollen im Bereich Vermögensverwaltung angeblich so behandelt worden sein, als stünden sie auf einer Art internen Sperrliste.
Das hätte laut Trump dazu geführt, dass gewisse Angebote und Leistungen nicht mehr möglich gewesen seien – was seine geschäftlichen Möglichkeiten weiter eingeschränkt habe.
Auch JPMorgan-Chef Jamie Dimon steht im Fokus
Trump nimmt nicht nur die Bank ins Visier, sondern auch die Führung
Die Klage richtet sich nicht ausschließlich gegen JPMorgan selbst. Auch Jamie Dimon, der Chef des Konzerns, wird in dem Verfahren namentlich erwähnt.
Trump hatte bereits zuvor erkennen lassen, dass er gegen große Banken vorgehen könnte. Gleichzeitig hatte er auch die Bank of America kritisiert, weil dort angeblich eine Einzahlung von über einer Milliarde Dollar nicht angenommen worden sein soll.






